Sonntag, 17. Oktober 2010

Scharfer Linseneintopf mit geräucherter Bratwurst

Es ist wieder kalt geworden. Dafür haben die Deutschen die Eintöpfe erfunden ;-) ... und die helfen auch gegen den ersten November-Blues, der diesmal schon im Oktober ansteht. Sehr wirkungsvoll ist ein Eintopf, der von innen wärmt ... und notfalls auch noch am nächsten Tag, wenn es am Örtchen noch ein wenig kühl sein könnte ;-)

  • 200 g Linsen
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 Pfefferschote (rot bietet sich an)
  • 500 ml Brühe und ggf. noch ein wenig Wasser
  • 200 g Möhren
  • 200 g geräucherter Bratwürstchen, Mettenden tun es natürlich auch
  • weißer Pfeffer
  • ein wenig gehackte glatte Petersilie zum Drüberstreuen
Fett in einem Topf erhitzen (mittlere Hitze), Chili hacken und anbraten. In der Zeit die Frühlingszwiebeln putzen und in Ringe (ca. 1 cm breit) schneiden. Rein damit. Knoblauchzehe grob hacken und auch hinein.
Wenn die Frühlingszwiebeln welk erscheinen, kommen die Linsen rein. Mehrfach durchrühren. Mit der Brühe aufgießen.
Auf mittlerer Hitze mit dem Deckel drauf garen lassen. Nach 20 Minuten kommen die geputzten und in Scheiben geschnittenen Möhren hinzu. Nach weiteren 10 Minuten noch mal schauen, ob nicht noch Wasser nachgeschüttet werden muss. Ab jetzt kommt keine Brühe mehr rein, weil die Würstchen doch sehr salzig sind.
Wenn die Linsen schön weich sind, werden die Würstchen in 1cm dicke Scheiben geschnitten und in den Eintopf geworfen. Kurz erwärmen und ggf. noch mit ein bisschen Pfeffer abschmecken.
Fertig! ... mit ein wenig gehackter glatter Petersilie servieren.

Sohnemann hat sich zwei Schüsseln gegönnt ... und viel besser war ich auch nicht ;-)

Sonntag, 29. August 2010

Warmer Bohnensalat mit Speck

Auf dem Markt springen immer die Gemüse herum und man denkt, dass sollte auch mal wieder auf dem Tisch. Gestern gab es die ersten Prinzessbohnen (auch wenn ich die Bobby-Bohnen lieber mag). Da musste doch was gemacht werden.

  • 500 g frische Prinzessbohnen und etwas Bohnenkraut
  • 150 g Speck
  • 1 Zwiebel
  • 1 EL Öl, 2 EL Essig
  • Salz, Pfeffer, Kräuter der Provence
Bohnen putzen (sprich die welken Spitzen abschneiden) und zusammen mit dem Bohnenkraut in Salzwasser kochen. Das dauert so etwas 30 Minuten bei mittlerer Hitze. Ich koch das Zeug mittlerweile lieber ein wenig langsam, denn dann kann ich den mir angenehmen Garpunkt genauer abpassen ;-)
In der Zwischenzeit Speck fein würfeln (Kantenlänge ca. 0,5 cm), Zwiebel würfeln.
Öl in der Pfanne erhitzen (mittlere Hitze), Speck anbraten und ein wenig kross werden lassen. Zwiebeln dazu und mitbraten, bis sie ein klein braun an den Rändern werden. 1 TL Kräuter der Provence dazu, durchrühren und ab in die Schüssel. Kurz abkühlen lassen.
Jetzt kommt der "Geschmackssache"-Teil ;-)
2 EL Essig dazu (ich habe einen sehr milden dazu), und soviel Wasser dazu, dass es angenehm würzig schmeckt. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Bohnen sind mittlerweile sicher fertig. Wasser abschütten, ab in das Dressing, umrühren und noch ein wenig ziehen lassen. Nach dem zweiten Umrühren ggf. noch mal Nachwürzen.

Ein leckerer Abendsalat, der auch zu Kurzgebratenen schmeckt.

Samstag, 28. August 2010

Zwetschgenkuchen vom Blech mit Zimtstreusel

Nun komme ich endlich dazu, den Kuchen hier zu verewigen. Gott sei Dank habe ich diesmal die Zutaten gleich notiert, so dass ich das nicht erst Monate später wieder so hinbekomme ;-)

Hefeteig
  • 500 g Mehl
  • 30 g frische Hefe
  • 100 g Butter
  • 5 EL Zucker
  • 2 Eier
  • 200 ml Milch
  • 1 Prise Salz
Belag
  • 1 kg Zwetschgen
Streusel
  • 200 g Mehl
  • 150 g weiche Butter
  • 150 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillinzucker
  • 2 EL Zimt
Erst der Hefeteig. Milch auf handwarm erwärmen. Hefe, Butter, Eier, Zucker unterrühren. In der Schüssel mit dem Mehl eine Kuhle formen und Milchmischung hinein. Mit ein wenig Mehl vermengen und 10 Minuten gehen lassen. Dann zum Teig kneten und 20 min gehen lassen. Mit den Finger einstechen, damit genug Luft in den Teig kommt und weitere 20 Minuten gehen lassen.
Während dem Gehenlassen werden die Zwetschgen entsteint und so halbiert, dass die beiden Hälften noch aneinader haften.
Außerdem werden die Streuselzutaten in einer Schüssel verknetet. Kleiner Warnhinweis: Zimt kommt wunderbar hinter die Fingernägel und hinterlässt "hübsche Flecken", die sich nicht ohne weiteres wegschrubben lassen. Also ggf. Handschuhe nutzen.
Teig nach dem gehen auf einem Blech mit Backpapier gleichmäßig verteilen. Zwetschgen auflegen, Streusel darüber verteilen.
Bei ca. 180 Grad im vorgeheiztem Backofen ca. 45 Minuten backen.

Empfehlung: Der Genuss am selben Tag nach dem Backen ist empfehlenswert. Wenn der Kuchen länger steht, saugen sich die Streusel voll und sehen ein wenig matschig aus, was dem Geschmack aber überhaupt keinen Abbruch tut.

Ich fand das Ding superlecker!!

Sonntag, 8. August 2010

Ricotta-Kartoffelpürree

Ein Experiment, das es auf Anhieb in die persönliche und vor allem Sohnemannsche Hitliste geschafft hat.

  • 400 g Kartoffeln
  • 150 g Ricotta
  • 1/2 Bund Schnittlauch
  • 100 ml Sahne
  • Butter
  • Salz, Pfeffer
Kartoffeln schälen, vierteln und in Salzwasser kochen bis die Kartoffeln sehr weich sind. Wasser abschütten und ein Stück Butter dazu. Jetzt stampfen. Sahne und Ricotta untermischen. Schnittlauch in Röllchen schneiden und mit dem Pürree mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Superlecker!!

Salbei-Putenröllchen

Etwas Feines für die warmen Tage ...

  • 3 Putenschnitzel
  • 1 halber Bund Salbei
  • getrocknete Tomaten (nicht in Öl!)
  • 12 Scheiben Bacon (oder 6 Scheiben roher Schinken)
  • Salz und Pfeffer
  • Öl zum Ausbraten
Schnitzel teilen und plätten (Ich lege die zwischen Frischhaltefolie und nutze mein Nudelholz, aber auch Töpfe sind geeignet). Schnitzel salzen (wenig wegen Speck und der getrockneten Tomaten) und pfeffern. Salbei waschen und Blätter zupfen.
Jedes Schnitzel nun mit einer Tomate (ggf. auf Schnitzelgröße zurecht schneiden) und 2-3 Salbeiblättern belegen und rollen. Dann in zwei Scheiben Speck fest einrollen.
Putenröllchen kurz von allen Seiten anbraten.
Beim Ausbraten darauf achten, dass das jeweilige Speckende zurück angebraten wird. Damit hält das Röllchen ohne irgendwelche Hilfsmittel.
Dann für ca. 10 Minuten bei 150 Grad in den Backofen.

Lecker!!

Gorgonzola-Soße z.B. zu Tortellini

Heute mal wieder etwas aus der Kategorie "wie-überfresse-ich-mich-richtig". Wenige Dinge sind dazu besser geeignet als eine Gorgonzola-Soße

  • 150 g Gorgonzola
  • 2 Schalotten
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 EL Butter
  • 200 ml Sahne
  • 1 cl Weißwein
  • ein wenig Zitronensaft
  • Salz und Pfeffer (weiß)
Butter schmelzen. Darin Schalotten und Knoblauch andünsten bis diese glasig sind. Mit Weißwein ablöschen und kurz aufkochen lassen. Sahne hinzu und nochmals leicht aufkochen. Gorgonzola entrinden und ein wenig zuerdrücken. Dann in die Soße hinein. Mit Salz (sehr vorsichtig!), Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.

Wir hatten die Soße zu Tortellini.

Freitag, 23. Juli 2010

Walnuss-Risotto

Risotto kochen ist die sinnliche Begleitung des Rundkornreis in die cremige Form. Das Risotto mag Einsamkeit überhaupt nicht, daher: Nur wer die ganze Zeit am Herd bleibt, kommt zum Erfolg.
Aber unter uns: Es lohnt sich.

  • 200 g Risotto-Reis (Rundkornreis)
  • 1 Schalotte
  • 100 ml Weißwein
  • ca. 500 ml Brühe
  • ca. 40 g Walnusskerne
  • 2 EL Butter

Die Schalotte fein würfeln und in der Butter andünsten. Wenn die Schalotte glasig ist, den Reis kurz andünsten. Jetzt mit Weißwein ablöschen. Auf mittlerer Hitze geht es weiter, eher ein bisschen weniger Hitze, als zu viel. Reis braucht Zeit!

Und nun beginnt der mühevolle Teil ;-), den ich aber sehr genieße - jedes Mal: Rühren, rühren, rühren.
Immer wenn nun die Flüssigkeit zu wenig wird, ein wenig Brühe hinzu, so das der Reis immer mit ein wenig Flüssigkeit bedeckt ist. Das ganze dauert bei mir so ca. 30 min, bis der Reis gar ist (Sohnemann mag den Reis fast matschig).

Zwischendurch die Walnüsse fein hacken. Die Stücke sollten nicht wesentlich kleiner als die Reiskörner im Ursprungszustand sein.
Wenn der Reis den gewünschten Gargrad erreicht hat. Nüsse untermischen und ca. 5 Minuten ziehen lassen.

Fertig!!! ... total lecker ... zur Zeit mein Lieblingsgericht!

P.S.: statt der Walnüsse geht auch Safran, Parmesan oder Bärlauch ... oder ... oder ... oder ...

Samstag, 3. Juli 2010

Kichererbsensalat und Putenschnitzel

Ich bin mir nicht sicher, ob ich eins der Lieblingsrezepte schon aufgeschrieben habe (und auch zu doof, effizient zu suchen)

  • 1 Dose Kichererbsen (700 g Einwaage)
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 Zitrone
  • 1 halber Bund glatte Petersilie
  • 400 g Putenschnitzel
  • Salz, Pfeffer (weiß und scharz), Kräuter der Provence

Olivenöl, Zitronensaft und Salz und Pfeffer mischen. Ggf. ein wenig Wasser dazu, so dass es rund schmeckt.
Kichererbsen im Sieb spülen und untermischen. Glatte Petersilie grob hacken und auch untermischen. Abschmecken.

Die Putenschnitzel mit schwarzen Pfeffer und Kräuter der Provence würzen. Von beiden Seiten scharf anbraten, mit Salz würzen.

Beides zusammen servieren. Lecker ... vor allem ab Raumtemperaturen ab 30 Grad ;-)

Sonntag, 27. Juni 2010

Orangen-Grapefruit-Salat

Dieses Rezept ist ungewöhnlich ... und vor allem ungewöhnlich lecker. Da wir unter dem Dach wohnen, ist es sehr hilfreich, wenn man leichte frische Kost am Abend bekommt, wenn die erste Kühle über die Dächer zieht. Da gab es bei uns Hühnchenbrust im Speckmantel, Orangen-Grapefruit-Salat und dazu ein wenig Baguette.

Auf Bilder musste ich verzichten, aber ich habe folgende Links für das folgende zusammengestellt:
Orangen filetieren
Gamosio, zwar etwas kurz geraten, aber immerhin (gibt es fertig, dann in dem mir besser gefallendem 10:1 Verhältnis)

Aber nu ran an das edle Zeug:
  • 100 getr. Datteln entsteint
  • 1/2 Bund Petersilie
  • 50 g getrocknete Cranberries
  • 1 Knoblauchzehe
  • 150 g Frischkäse
  • 3 Orangen
  • 2 Grapefruit
  • 2 EL Waldhonig
  • 2 EL Leinöl
  • 3 EL Gomasio
  • Salz, weißer Pfeffer, Muskatnuss
Datteln in Scheiben schneiden und zur Seite stellen.

Cranberries grob hacken, Knoblauchzehe fein hacken, Petersilie fein hacken.
Frischkäse, Petersilie, Cranberries und Knoblauch mischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken, kühl stellen.

Aus Orangen und Grapefruits die Filets auslösen, den restlichen Saft auspressen.
Honig, Öl, Gomasio, Pfeffer und frisch geriebene Muskatnuss zu einem Dressing verrühren.

Filets mit dem Saft, Dressing und Datteln mischen.

Salat anrichten, dabei darauf Frischkäse-Bällchen verteilen.

Das Zeug macht süchtig!!!

Montag, 7. Juni 2010

Mediterranes Forellendoppel

Ich habe noch nie einen Fisch filetiert. Und stellte fest: schwer ist es nicht ;-)
... und ich habe mich mal wieder an ein paar Fotos versucht. Also Bildern, wie sie in der echten Hausfrauenküche ohne Foodstylisten vorkommen.

Und mit diesem wirklich einfachem Rezept kann man ganz edel punkten. Und das ohne große Kochschule!!

  • 2 Forellen (experimentierunfreudige: frische Filets mit Haut)
  • 30 g getrocknete Tomaten
  • 20 g Pinienkerne
  • Salz, Pfeffer, Olivenöl (ggf. Butter ;-) )
  • Küchengarn

Eine beschichtete Pfanne auf mittlere Hitze OHNE Fett erhitzen. Wenn die Pfanne heiß ist, die Pinienkerne darin rösten, bis sie goldgelb strahlen und sich ein wohliger Duft verbreitet.








Die getrockeneten Tomaten hacken. Die fertigen Pinienkerne, nachdem sie ein wenig abgekühlt sind (sonst verklebt das Messer) auch hacken und mit den Tomaten mischen.









Nun kommen die Fischchen ins Spiel. Ich habe Sie filetiert. So habe ich es gemacht:
Der Kopf wird abgeschnitten.







Nun wird die Hand aufgelegt und mit dem Messer oberhalb der Wirbelsäule eingeschnitten. Diese leitet den Schnitt.


Mit aufgelegter Hand geht es langsam entlang der Wirbelsäule. Das ganze geht dann auch nach dem Wenden, wenn man an das zweite Filet kommen will.
Liebe Köche: Erschlagt mich nicht! Das hier ist filetieren für "Arme". Aber auch unsereins braucht einfache Erfolge, die nachher geil ausschauen ;-)

Wenn das durch ist, werden nur noch die Brust- und Rückenflossen abgeschnitten, so dass das Filet ganz fein ausschaut. Mit der Hand noch einmal drüberfahren! So lassen sich noch große Gräten erspüren, die man mit einer Pinzette ziehen kann.


Jetzt folgt die Kür. Pro Filetdoppel zwei ca. 10 cm lange Fäden vom Küchengarn abschneiden und im 1. und 3. Drittel des Filets bereitlegen. Beide Filets auflegen und mit Salz und Pfeffer würzen. Dann die Tomatenmischung auf eine Hälfte aufstreuen. Die zweite Hälfte auflegen und das Filet zusammen binden.




















Pfanne mit dem Öl auf mittlere Hitze erhitzen. Im Winter nehme ich gerne auch Butter, aber ab 25 Grad Außentemperatur ist Olivenöl die bessere Wahl aus meiner Sicht. Die Forelle auf beiden Seiten kurz (ca. 2 min) anbraten. Tipp: Wer die Haut knusprig mag (und das lohnt sich aus meiner Sicht!!), streut ein wenig Gries auf jede Seite, dass lässt den Geschmack noch knuspriger wirken.

Nach dem Anbraten wandern die Tierchen in den vorgeheizten Backofen und ruhen nochmal bei ca. 150 Grad ungefähr 10 Minuten.

Wir hatten dazu Ofenkartoffeln mit Schnittlauchquark. Vor dem Anrichten des Fisches die Fäden vorsichtig entfernen.

Guten Appetit!!!